Donnerstag, 17. April 2008

Die Idee / The idea

german:

Unsere Szenerie ist eine südwestdeutsche Wald- und Wiesenlandschaft. Im Bienenstock wird an der Eingangstür gerade eine junge Biene von ihren Eltern zu ihrem ersten Nektarsammelflug verabschiedet. Der Vater, die Mutter mit Krone auf dem Kopf und Larve im Arm, die Oma im Schaukelstuhl, winken unserem Protagonisten nach. Unser kleines Bienchen fliegt winkend davon, mit einem Eimerchen in der Hand. Sie sieht ein bißchen gehandicapt, aber niedlich aus. Andere, etwas ältere Bienen fliegen vorbei und lästern über die Biene und äffen sie nach und lachen über eine Behinderung unserer Biene (evtl. Augenzucken)

Die Biene ist traurig und fliegt weiter, ist dann aber schnell wieder abgelenkt von einer rumstehenden Margarite. Sie beginnt fleissig – etwas schlampig und hektisch – den Blütenstaub ins Eimerchen zu befördern. Durch das hektische Gewühle entsteht eine kleine Blütenstaubwolke, die unserer Biene in die Nase schwebt. Einer ihrer Fühler beginnt zu zucken, sie holt aus und... nießt!

Heuschnupfen! ...Ziemlich ungünstig für eine Biene...

Die Biene kommt an einer Tulpe an, verschwindet darin (man sieht nur die Blüte von aussen, hört die zu Anfang eingeführten Schabgeräusche im Blütenstaub und... ha...ha...hatschiii!
Die Biene wird aus der Blüte geschleudert und landet auf dem Boden. Schnitt.

Unsere Biene schwebt wieder vor der Blüte, diesmal mit einer Gasmaske auf dem Kopf. Man hört hochgepitchtes Darth-Vader-Schnaufen. Sie schaufelt wieder den Nektar und Blütenstaub in ihr Eimerchen. Plötzlich machen sich andere Allergiesymptome bemerkbar: Sie fängt an, sich am Körper zu kratzen, bekommt Ausschlag, ihr Fell sträubt sich und sie ringt nach Luft. Sie reißt die Gasmaske vom Kopf und nießt noch einmal kräftig, bis sie wieder davon fliegt.

Leicht sauer fliegt unser Bienchen wieder los, um ihr Glück bei einer Pflanzenart zu finden, auf die sie vielleicht nicht allergisch reagiert. Man sieht nun mehrere Schnitte von Szenen unserer nießenden Biene mit unterschiedlichen Blüten.

Entäuscht und wütend fliegt sie weiter. Mitterweile sieht die Biene ziemlich mitgenommen aus (blutunterlaufene Augen, schlaffe Fühler und Flügel, zerrupftes Fell) und kommt an einem Löwenzahn vorbei. Sie landet vorsichtig auf ihm und versucht mit einem Riechtest, ob sie allergisch reagiert. Nicht passiert. Die Biene freut sich (sieht übrigens wieder ganz normal und einigermaßen frisch aus) und beginnt den Blütenstaub geschwind in den Eimer zu schaufeln. Sie betrachtet voller Freude den gefüllten Eimer und... plötzlich beginnt der Löwenzahn zu wackeln.

Mit einem Schlag schnappt der Löwenzahn zu und bildet einen geschlossenen Blütenkelch. Die Biene mitten im Kelch, ein Teil des Kopfes, sowie ein Arm und ein Bein hängen chaotisch raus, die Biene wird panisch und versucht sich zu befreien. Zack! Schlagartig öffnet sich wieder der geschlossene Kelch. Der Löwenzahn wurde zu Pusteblume und schleudert die Biene wieder aus der Blüte. Nun wird unserer süßen Biene alles zuviel und sie bekommt einen Wutanfall, blutunterlaufene Augen, fiese Gesichtszüge, sie zieht sich an den Fühlern und zu guter letzt erscheint eine Gewitterwolke mit Regen über ihrem Kopf und sie fängt an zu toben. Sie springt auf den landenden Samen der Pusteblume herum, tritt sie wie wild in den Boden und zertrampelt das ganze Areal. Völlig erschöpft, hechelnd mit heraushängender Zunge, steht sie an den Stängel des Löwenzahns gelehnt. Total resigniert und tot-traurig, lässt sie sich auf den Boden sinken und beginnt bitterlich zu weinen.

Auf einmal fängt der Boden an zu beben, kleine Keimlinge sprießen aus dem Boden und... Drisch! Hunderte von neuen Löwenzähnen platzen aus dem Boden, schleudern die Biene auf ein goldenes Blütenmeer, auf dem sie sanft landet und nach kurzer Benommenheit entdeckt, in welch paradisische Lage sie sich nun befindet. Die Biene freut sich riesig und bringt tonnenweise den Blütenstaub zum Bienenstock.


The Idea

english:

The story is set in the countryside and forests of Southwest Germany. In the beehive a young bee is sent off on his first nectar collection sortie. Every one is there to send him off Mother and Father wearing tiny crowns and with larva in their arms. Grandma in her rocking chair. The young bee flies away, waving with his bucket under his arm, looking clumsy yet cute. Older more experienced bees fly past, making snide comments and mimicing his clumsyness.
Although a little discouraged, our hero flies on and quickly finds distraction in the form of a giant Daisy. The young bee begins to hecticly fill his bucket with pollen. His erratic movements produce a small pollen cloud which he then inhales. Suddenly his antennae begin to twitch and he sneezes! Hay-fever! ... bad news for a bee!

Our bee arrives at a tulip and dissapears inside. We see the flower from outside and hear only ... ah ... ah ... atchoo! The bee is propelled backwards out of the flower and lands on the floor with a thump.

We find our hero again in front of another flower, this time however, he is wearing a gas mask. We hear him breathing heavily – darth vader style. He loads his bucket with pollen, no sneezing, however suddenly other symptons become apparrent: the bee begins to scratch himself all over and then begins to gasp for breath. He tears of the gas mask, sneezes heavily once again and flies off.

Somewhat irritated the young bee flies off again to find a plant to which he does not react allergically. We see a short montage of our sneezing bee with a variety of flowers.
Angry and dissapointed the bee flies on. In the meantime the bee appears rather disheveled: blood shot eyes, bent antennae and wings, ruffled fur, he flies past a dandelion, and lands carefully in the middle of the flower and inhales to see if he reacts allergically ... nothing. Our bee is overjoyed – and looks suddenly fresh and fit once more. He at once starts to fill the bucket with pollen. He sits looking at the filled bucket full of admiration for his work. Suddenly the dandelion begins to shudder and with a snap it closes around the little bee – a part of his head and arms and legs hang out of the flower. The bee panics and tries to free himself, and shortly pow! The flower re-opens and catapults the bee to the ground. The Flower has transformed into a dandelion clock.

This is all too much for the little bee and he has a tantrum. And a tiny storm cloud appears over his head. He stamps and kicks at the dandelion seed floating slowly to earth. Angry and exhausted, the bee sinks to the floor and begins to sob bitterly.

Suddenly the earth begins to vibrate and small sprouts begin to pop out of the earth ... then PAF! Hundreds of dandelions explode into being and catapult the bee skywards on a golden see of flowers, where he lies in contemplation. After a short rest in this heavenly paradise, our hero is able to transport pollen by the bucket load back to the beehive.

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Tobi,

sehr schöne Geschichte. Das mit der Biene, die zum ersten Mal Blütenstaub einsammeln soll, ist sehr gut. "A stranger comes to Town" der Held ist neu in einer fremden Welt und muss nun bestehen. Ein Grundsatz der fast jedem guten Film innewohnt. der Zuschauer kann mit der Figur die Welt kennenlernen.

Und dann hat die Biene ein Problem: "Heuschnupfen" und kann ihr Ziel Blütenstaub zu sammeln nicht erreichen. Sehr gut. Allerdings bleibt die Frage "Was wäre wenn sie ihr Ziel nicht errecht?" noch offen. "Der alternative Faktor" sollte hoch sein, damit sie Druck hat für das Ziel zu kämpfen.

Zum Thema "natural Story". Was wäre das naheliegende, natürliche, das der Situation innewohnt? Rüttelt sie am Stamm? Wirft Sie mit Steinen? Medinzin? Wo geht sie hin wenn sie traurig ist? Hier könnten auch schöne kleine Episoden entstehen.

Am Ende hilft ihr ein Zufall. Das ist nicht schlecht, aber wäre es nicht schöner wenn sie es aus eigener Kraft schafft? Mit einem Trick oder so?

Viel Glück und Spass beim Film. Hoffe die Anmerkungen helfen;)

Grüsse
Thomas